Sogenannte QR-Codes (Quick-Response-Codes), quadratische Barcodes,
die mittels Smartphone-Kamera entschlüsselt werden, haben mittlerweile
vor allem bei Printprodukten, beispielsweise
bei Werbungen in Magazinen, Einzug gehalten.
Nun versucht der
US-Home-Shopping-Kanal HSN die
Technologie auch im Fernsehen einzusetzen, berichtet die New York Times.
Bei der Vorstellung von Produkten wurden vergangenes Wochenende
erstmals auch QR-Codes eingeblendet, über die Zuseher direkt auf die
Produktwebsite und damit zur Bestellmöglichkeit gelangen können.
Erfolg bleibt noch ausSollte die Möglichkeit per Smartphone-Kamera einzukaufen von den Kunden
angenommen werden, will HSN künftig Scan-to-Buy anbieten: Durch das
Fotografieren des Codes würde der Artikel dann direkt in den virtuellen
Warenkorb des Käufers geschoben. Bislang hält sich der Erfolg von
QR-Codes laut Marktforschung aber eher noch in Grenzen, trotzdem setzen
zahlreiche Firmen ihre Marketing-Hoffnungen in die Technologie. Das
TV-Experiment soll die Seher nun einen Schritt weiter an die Nutzung von
QR-Codes heranführen.
Die Meinungen über die Erfolgsaussichten des QR-Marketings sind
allerdings geteilt. "Meine Angst ist es, dass es für die Konsumenten
einfach zu kompliziert ist", so Andrew Grill von der
Social-Marketing-Firma
PeopleBrowsr. Es gäbe
simplere Alternativen, wie gekürzte Internetadressen, an die die Kunden
schon vielmehr gewöhnt seien. "Es liegen viele Schritte dazwischen,
einen QR-Code zu sehen, ihn als solchen zu erkennen, die passende
Scan-Software im Appstore zu finden, zu installieren und dann den Code
zu scannen", so Grill. Laut einer Untersuchung von comScore haben im
Juni lediglich 6,2 Prozent der US-Handy-Besitzer QR-Scans genutzt.
Quelle: pressetext.com